Rückblick: Workshop
«Zuhause alt werden – eine Chance für Immobilien-Unternehmen»
Am 3. Dezember 2025 hat die Stiftung Wohnen + Bleiben und der Switzerland Innovation Park Ost gemeinsam mit Immobilien-Unternehmen, Gemeinden, Sozial- und Altersorganisationen sowie Fachpersonen aus Forschung und Praxis einen ersten gemeinsamen Workshop zum Thema Ageing in Place durchgeführt.
Rund 25 Teilnehmende diskutierten an drei Themen-Tischen, wie ältere Menschen in St.Gallen möglichst lange gut zuhause leben können – und welche Rolle Immobilien, Nachbarschaften und koordinierte Unterstützung dabei spielen.
Fachliche Impulse
Der Workshop wurde durch zwei inspirierende Inputreferate eröffnet:
- Prof. Dr. Matthias Mitterlechner, Universität St.Gallen (HSG)
→ Die demographische Entwicklung im Kanton St. Gallen (Präsentation) - Dr. Eveline Althaus, Autorin «Zuhause alt werden»
→ Wie geht "Zuhause alt werden" (Präsentation) - Prof. Dr. Nicola Hilti, Fachhochschule OST
→ Moderation des Workshops
Ihre Beiträge lieferten den inhaltlichen Rahmen für die anschliessenden Diskussionen und machten deutlich: Die Herausforderungen sind komplex – aber lösbar, wenn wir gemeinsam handeln.
Zentrale Erkenntnisse
1. Bauliche Herausforderungen im Bestand
Viele Wohnungen sind heute noch nicht altersgerecht. Es braucht klare Standards, Prioritäten und praktikable Lösungen, um bestehende Gebäude Schritt für Schritt anzupassen.
2. Bessere Vernetzung der Akteure
Immobilien, Gemeinden, Sozialdienste und Dienstleistende arbeiten oft parallel. Gewünscht wird eine Koordinationsstelle, die Fälle, Wissen und Verantwortlichkeiten zusammenführt.
3. Starke Nachbarschaften & soziale Räume
Begegnungsorte, Kümmerer-Rollen und eine gute Mischung der Bewohnenden sind entscheidend. Nachbarschaften tragen viel dazu bei, Einsamkeit zu verhindern und Unterstützung früh zu ermöglichen.
Was der Workshop bewirkt hat
Der Anlass war ein wichtiger Startpunkt, um Akteure zusammenzubringen und gemeinsame Ziele zu formulieren. Entstanden sind:
- konkrete Ansatzpunkte für Pilotprojekte
- der Wunsch nach einem festen Austauschgefäss
- erste Ideen für eine koordinierte Alters- und Wohnstrategie in St.Gallen
Wir machen weiter
Aufbauend auf den Workshop-Ergebnissen plant die Stiftung:
- eine Fokusgruppe mit Wohnungsanbietern
- erste Pilotvorhaben in ausgewählten Quartieren oder Liegenschaften
- ein jährliches Netzwerktreffen ab Frühjahr 2026
- eine Plattform für Wissen, Austausch und Best Practices
Danke
Wir danken der Stadt St.Gallen für die finanzielle Unterstützung sowie allen Teilnehmenden für ihr grosses Engagement – insbesondere unseren Referent:innen Eveline Althaus, Matthias Mitterlechner, David Fässler und Nicola Hilti.
Gemeinsam gestalten wir ein St.Gallen, in dem Menschen gut und selbstbestimmt zuhause älter werden können.
Detaillierte Zusammenfassung
Eine ausführlichere Dokumentation der Workshop-Ergebnisse kann bei der Stiftung Wohnen + Bleiben jederzeit angefragt werden.